Über Geoblogosphere News war ich auf eine interessante Anwendung mit Google Maps gestoßen. Auf der Seite N2YO.com kann man die Bahnen einer sehr großen Zahl von Satelliten – und sogar Weltraumschrott – in Echtzeit verfolgen. Die Position und Bahn des gewählten Satelliten werden über eine Google Maps Karte gelegt.
Im Rahmen unserer eigenen Arbeit sind wir immer wieder in Bereiche vorgestoßen, in denen die Grenzen der gewählten Methode sichtbar wurden (z.B. Einsatz eines WPS). Der Einsatz von XML erzeugt stets einen zusätzlichen Aufwand. Wie groß dieser Aufwand ist untersucht Bruce Barkstrom in seinem Beitrag in Earth Science Informatics. Er zieht folgende Schlüsse:
In summary, using a simple file format that is not XML may be recommended if the following conditions are met:
1. The data in the file consist of a few simple data types that can be cleanly documented in a concise manner.
2. The data or metadata in the file have a specialized meaning and are used for applications in which file reading times are critical.
3. The amount of code required to define the data structure of the file and of the programming language calls is small, perhaps a dozen or fewer lines of code.
4. The read and write software are documented with sufficient test cases that an independent programmer could reliably verify that the software works correctly on all cases.
Barkstrom, B. R. (2010), When is it sensible not to use XML?, Earth Sci Inform, doi:10.1007/s12145-010-0063-2. (online first)
Um mal schnell und einfach zu erfahren, welche Adresse sich hinter einer GPS-Koordinate verbirgt, kann neuerdings The Worldwide Coordinate Converter (TWCC) genutzt werden. Es handelt sich dabei um eine Google Maps Anwendung bei der man die GPS-Koordinaten eingeben kann oder den TWCC Ball über die Karte an die gewünschte Position manövriert. Daraufhin werden die Höhe über NN und die nächstgelegene Adresse dieser Position ausgegeben. Außerdem hat der Nutzer auch immer die Möglichkeit Koordinaten eines anderen Systems zu benutzen und/oder diese gleich in ein anderes Koordinatensystem konvertieren zu lassen. Alles sehr kommod, einfach mal probieren!
Eigentlich ist es ja kein IT-Thema im engeren Sinne, aber wir wissen ja, dass Powerpoint eine der beliebtesten Anwendungen in unserem Umfeld ist. Und zum Einsatz von Powerpoint gehört meistens auch ein Laserpointer. Diese verwendeten bis vor kurzem rotes Licht, jetzt gibt es sie aber auch in grün. Die grüne Farbe entsteht durch einen quantenphysikalischen Trick, indem aus zwei Photonen mit infraroter Wellenlänge ein Photon mit der halber Wellenlänge und doppelter Energie der Vorgänger gemacht wird. Durch Schlamperei in der Produktion, und manchmal auch vorsätzlich, fehlen bei den grünen Laserpointern die Infrarotfilter oder der Strahlengang ist schlecht ausgerichtet und der Laser sendet, für uns unsichtbar aber gefährlich, infrarote Laserstrahlung aus. Auch 20 mW Leistung des Lasers reichen da schon, um ein Loch in die Netzhaut zu brennen.
Mit einem einfachen Versuchsaufbau lässt sich die Sicherheit von grünen Laserpointern prüfen.
Lässt sich auch ohne optische Bank prüfen, ob ein grüner Laser sicher ist? In WIRED wurde diese Woche in einfacher Test vorgestellt, mit dem sich die Sicherheit von Laserpointern prüfen lässt. Der Versuchsaufbau nutzt die Eigenschaft von handelüblichen Fotozellen in Webcams, auch im nahen Infrarot lichtempfindlich zu sein. Eine ausgediente CD dient in diesem Versuchsaufbau als Beugungsgitter.
Vergleich von sicherem (oben) und unsicherem Laserpointer (unten). Der untere Teil der Abbildung zeigt die zusätzlichen Lichtflecken durch infrarote Strahlung.
Das untere Bild zeigt den Vergleich von einem sicherem (oben) und einem unsicherem Laserpointer (unten). Der untere Teil der Abbildung zeigt die zusätzlichen Lichtflecken durch infrarote Strahlung.
QR Codes (quick response codes) etablieren sich zunehmend und wer das mobile Internet mit aktuellen Android Smartphones oder dem iPhone genießt, sieht überall QR Codes.
In Printmedien und an Schaufenstern von Läden in Szenegegenden gehören QR Codes schon längst zum Alltag. Diese Codes sind aber meist recht klein und werden von Menschen ohne Smartphone und ohne mobiles Internet kaum oder gar nicht wahrgenommen. Aber gerade in der Größe, liegt derzeit die Anziehung. Manchmal finden sich QR codes auch an Fahrzeugen oder auf großen Werbeplakaten. Dann gibt es dafür auch jede Menge Aufmerksamkeit – auch wenn noch nicht jeder etwas damit anfangen kann.
Da sich mit QR Codes reale Objekt für das Web auf unterschiedlichste Weise beschreiben lassen (z.B. URLs, Kontaktdaten, Infotexte, Kalendereinträge), zeigt dieses Projekt, wo sich QR Codes in Zukunft einsetzen lassen: nämlich überall. In Zukunft werden QR Codes an Orten wie Fassaden und Dächern und beweglichen Objekten zu finden sein und zum Alltagsbild gehören.
Interessant dabei ist, dass die Georeferenzierung ins Gegenteil verkehrt und neu gedacht wird. Raumbezogene Referenzinformationen werden nun nicht mehr einem Datensatz zugewiesen, sondern ein Datensatz wird einem Ort zugewiesen und an diesem real verankert.
OpenGeo bietet einen kostenlosen Services namens Prj2EPSG, mit dem Kartenprojektionen im EPSG und WKT Standard gesucht werden können. Exemplarisch kann nach dem Deutschen Hauptdreiecksnetzhier gesucht werden (klick) und man erhält prompt die verfügbaren EPSG Codes, weiterführende Beschreibungen und den WKT Code.
Zusätzlich kann der Service als Web Service programmatisch in eigenen Anwendungen genutzt werden. Die API Beschreibung gibt es hier. Wem das noch nicht reicht, der kann den Service auch in seiner eigenen GDI einbinden, da der Code unter einer FOSS Lizenz zu haben ist.
Atlas Gloves sind Fingerhandschuhe, die so modifiziert wurden, dass sie als Schnittstelle für die physikalische Interaktion mit dem Computer – hier im speziellen mit Google Earth – genutzt werden können. Intuitive Handbewegungen (-gesten) können so von einer Webcam erkannt und in Google Earth für das Greifen, Ziehen, Wegdrücken und Rotieren des virtuellen Globus und von Karten verwendet werden.
Karten und Globen sind faszinierend, vor allem wenn Sie alt sind und Geschichte erzählen. John Knight (http://www.flickr.com/people/johnmknight/) vereint diese Faszination mit Technologien von Heute im Steampunk Globe. Ein Globus wird mit RFID Tags und einem RFID Scanner versehen und mit einem iPad verbunden, auf dem Google Earth läuft. Wird ein RFID Tag unter den Scanner gedreht, dann sucht der Scanner den Ort in Google Earth.
Der Ansatz und die Idee sind wunderbar und eröffnen unglaubliche Möglichkeiten, wenn man die Idee weiter spinnt. So könnte ein berührungssensitiver Globus das Berühren mit dem Zeigefinger erkennen und auf einem angeschlossenen Display Informationen zu dem ausgewählten Ort anbieten. Wenn zur Berührungssensitivität auch Spracheingaben akzeptiert werden, dann könnten sich Kinder die “Tiere” Afrikas zeigen lassen, Reiselustige “Sehenswürdigkeiten” Asiens und Geschichtsinteressierte die “Geschichte” Amerikas.
Karten und Globen sind faszinierend, vor allem wenn Sie alt sind und Geschichte erzählen. John Knight vereint diese Faszination mit Technologien von Heute im Steampunk Globe. Ein Globus wird mit RFID Tags und einem RFID Scanner versehen und mit einem iPad verbunden, auf dem Google Earth läuft. Wird ein RFID Tag unter den Scanner gedreht, dann sucht der Scanner den Ort in Google Earth (Video).
Der Ansatz und die Idee sind wunderbar und eröffnen unglaubliche Möglichkeiten, wenn man die Idee weiter spinnt. So könnte ein berührungssensitiver Globus das Berühren mit dem Zeigefinger erkennen und auf einem angeschlossenen Display Informationen zu dem ausgewählten Ort anbieten. Wenn zur Berührungssensitivität auch Spracheingaben akzeptiert werden, dann könnten sich Kinder die “Tiere” Afrikas zeigen lassen, Reiselustige “Sehenswürdigkeiten” Asiens und Geschichtsinteressierte die “Geschichte” Amerikas.
ESRI bietet nun auch Amazon Machine Images (AMIs), die verwendet werden können, um ArcGIS Server 10 in Amazons Elastic Compute Cloud (EC2) zu nutzen. Vorteile der Nutzung von ArcGIS Server in Amazons Cloud sind unter anderem:
ArcGIS Server ist bereits installiert und konfiguriert
ArcGIS Server kann ohne Hardware-Kosten getestet werden
ArcGIS Server kann abhängig von den Anforderungen und der Nachfrage automatisch skaliert werden
Einen ersten Eindruck erhält man mit dem ArcGIS 10 Demo Video “ArcGIS Server on Amazon“. Allerdings scheint der Service vorerst nur in den USA bereitgestellt zu werden, da laut ESRI Deutschland die deutsche Version von ArcGIS 10 erst im September zum Download bereitstehen wird und der Versand der Installationsmedien mit einer 8 bis 12 wöchigen Verzögerung erfolgt, was Auswirkungen auf Amazons Angebot in Deutschland haben könnte.
Wem das Thema Cloud GIS neu ist, der findet auf ESRIs Seiten einen Einstieg in das Thema und die Bedeutung von aktuellen Buzzwords wie SaaS, PaaS, IaaS.
Unter dem hübschen Titel “If you build it, will they come? How researchers perceive and use web 2.0″ hat das britische Research Information Network eine Studie zum Umgang von Forschern mit den neuen Möglichkeiten des Web 2.0 veröffentlicht. Ganz kurz zusammengefasst sind die wichtigsten Ergebnisse:
In deciding if they will make web 2.0 tools and services part of their everyday practice, the key questions for researchers are the benefits they may secure from doing so, and how it fits with their use of established services. Researchers who use web 2.0 tools and services do not see them as comparable to or substitutes for other channels and means of communication, but as having their own distinctive role for specific purposes and at particular stages of research. And frequent use of one kind of tool does not imply frequent use of others as well.
(…)
There has been considerable interest in the last two-three years in concepts of open science or open research; and in finding ways to put into effect the proposition that all kinds of information and other resources produced by researchers should flow as public goods into an open infrastructure that supports and facilitates reconfiguration and integration of those resources. Our findings show that very few researchers are as yet operating in this way. About half of respondents to our survey share their work with colleagues, but only a small group of enthusiastic open researchers – 5% of our respondents – publish their outputs and their work in progress openly, using blogs and other tools. Others consider such practices a waste of time, or even that it risks bringing ‘anarchy in science’.
Die Autoren empfehlen, das Feld weiter zu beobachten, erwarten aber kurz- bis mittelfristig keine gravierenden Veräderungen in der wissenschaftlichen Kommunikation. Keines der neuen Medien des Web 2.0 ersetzt etablierte Medien der wissenschaftlichen Kommunikation sondern ergänzt das Spektrum der bisher vorhandenen.